Der Fahrradkrieg - Wem gehört die Stadt? (SWR) (13. Juli 2016) (20:15 Uhr) - Mediennerd: 

Der Fahrradkrieg – Wem gehört die Stadt? (SWR) (13. Juli 2016) (20:15 Uhr)

betrifftBild © ARD / SWR

Was ist Der Fahrradkrieg – Wem gehört die Stadt? eigentlich genau?

Deutschland erlebt einen Fahrradboom. Immer mehr steigen um auf E-Bike, Pedelec oder konventionelles Rad und beanspruchen ihren Platz im Straßenverkehr. Konflikte auf den Straßen nehmen daher zu. Wem gehört die Stadt? Radler beklagen sich über rücksichtslose Autofahrer. Fußgänger und Autofahrer empören sich über „Rambo-Radler“, die Sonderrechte für sich in Anspruch nehmen. Und alle fühlen sich im Recht im Kampf um jeden Meter Straße. Alban Manz aus der Autostadt Stuttgart ist einer, der sich für die Rechte der Radler stark macht. Er fordert die Umprogrammierung der Städte. Denn etwa in der Staumetropole und Feinstaubhochburg Stuttgart seien die Verkehrswege immer noch vor allem für die Belange der Autofahrer konzipiert. Das Argument, dass Stuttgart wegen Kessellage und Bergen für den Radverkehr ohnehin nicht tauge, lässt er nicht gelten. Denn mit Pedelecs und Elektrofahrrädern seien auch steile Straßen mühelos zu bewältigen. Radlern müsse daher im Verkehr mehr Raum zugewiesen werden.

Tatsächlich fehlt in Stuttgart – wie auch in vielen anderen Städten im Südwesten – die passende Infrastruktur. Radwege brechen unvermittelt ab oder werden von Kraftfahrern nicht respektiert. Deshalb kämpft Alban Manz gegen parkende Autos auf Radwegen, initiiert Rad-Demos und träumt von einer Zukunft wie sie heute schon in Münster oder Amsterdam existiert. Dort sind mehr Räder als Autos in den Straßen unterwegs. Wie ist das möglich? Liegt es wirklich nur an der Topographie? Im täglichen Fahrradkrieg bleibt es aber nicht nur bei sachlichen Disputen: Autofahrer hupen, Kampfradler schimpfen und manchmal entlädt sich der Konflikt gar in einer handfesten Schlägerei. Aber wer macht eigentlich mehr Fehler, wer verschuldet mehr Unfälle? Rad- oder Autofahrer? In Mainz macht „betrifft“ den Check und stürzt sich mit einem Taxifahrer und einem Radkurier ins Verkehrsgetümmel. Der Unfallforscher Siegfried Brockmann analysiert die Konflikte, die oft zu Unfällen führen und gibt Tipps für richtiges Verhalten. SWR Autor Claus Hanischdörfer hat sich mit seinem Team auf den Weg gemacht. In Freiburg, Stuttgart, Mainz, Münster und Amsterdam will er herausfinden, warum im Verkehr oft die Nerven blank liegen und wie die Konflikte zu lösen wären.

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Ich fand das ganz interessant, wenn hier zb. von der Fahrradstadt Münster berichtet wird, in der 40 % des Verkehres Fahrräder ausmachen und ich mir denke „Wie hat man das geschafft“, das ist ja im Grunde eine riesen Leistung. Ich selbst wohne eher ländlich, in der Nähe von Oldenburg, wo auch viele Fahrräder fahren. Als Autofahrer kann das manchmal nerven, als Fahrradfahrer aber auch, was diese Doku einfach auch mal zeigt. Recht hat jeder dann und wann und auch jeder übertreibt mal, von daher muss man mal selbst etwas nachdenken und erkennt nach dieser Doku das alle Parteien ein bisschen mehr Verständnis für den jeweils anderen haben sollten, dann muss sich auch keiner mehr aufregen und seien wir ganz ehrlich: Wenn ein Möbelwagen auf dem Fahrradweg parkt und ein alter Mann da Kisten schleppt, dann steigt man als Radfahrer ab, denkt sich „Arme sau“ und schiebt sein Rad um den Wagen, dann muss man den nicht noch extra vollquatschen. Andersrum kann man als Autofahrer auch einfach mal 2 Minuten hinter einem Rad herfahren ohne böse zu fluchen. Darüber sollte man sich wirklich mal Gedanken machen, dann hat jeder ein einfacheres Leben, was diese Doku wunderbar vermittelt. 

award82

Mehr Verständnis untereinander entwickeln ist wichtig


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